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Mag. Christian Brüser

Mag. Christian Brüser

1964 in Weingarten (Baden-Württemberg) geboren. Früh zeigt sich die Neigung zum Reisen. Mit vier läuft er seinen Eltern auf einer Adriainsel davon, mit 16 trampt er durch Skandinavien und reist, sobald die Schule beendet ist, sechs Monate durch Indien.

Er studiert in München, Indien und Wien Sprachen und Kulturen Südasiens. Daher kann er die alten Sanskrit-Epen lesen und mit dem Chai-Wala an der Teebude in Hindi über die neuesten Bollywood-Filme plaudern.

Zwei Jahre paukt er an der Diplomatischen Akademie Wirtschaft, internationales Recht und weitere Sprachen.

Um seine Reiseeindrücke auch den Zuhausegebliebenen zu vermitteln, beginnt er, für den ORF zu arbeiten. Seine erste Reportage führt ihn – wohin auch sonst? – nach Indien, an die heiligen Quellen des Ganges. Mit dem Mikrophon in der Hand bereist er rund 50 Länder und bringt Reportagen und Features mit, die sowohl auf Ö1 als auch im Ausland zu hören sind und ihm einige Preise einbringen.

Jedes Jahr reist er für Recherchen nach Indien, Nepal, Pakistan oder Bangladesch. Er sucht die Weggefährten Gandhis auf, um über Indiens Weg zur Unabhängigkeit zu berichten und reist kreuz und quer durch den Subkontinent, um die indischen Musiktraditionen, die wirtschaftliche Entwicklung des Landes, die vielfältigen Religionen oder die traditionellen Wasserspeichersysteme zu erforschen. In Bangalore bestaunt er das indische Software-Wunder, in Delhi und Chennai besucht er die Spitzenkrankenhäuser, in die Patienten aus den USA reisen, um sich preisgünstig operieren zu lassen. Er besucht europäische Gastarbeiter in den indischen Callcentern und verbringt mehrere Wochen mit den Hidschras -Indiens drittem Geschlecht.

Immer wieder findet er dazwischen Zeit, um Reisen zu leiten. Sei es zu den Berggorillas in Uganda, vor allem aber nach Indien, zu den Höhepunkten der südindischen Tempelbaukunst oder zu den Baul-Musikern in den Dörfern Bengalens.